Am 08.01.2026 flogen wir (Hanna Fritz, Jana Haug, Tjadina Bailer, Ruben Cass, Lirim Mujaj, Franziska Vogtmann, Barbara Novak, Erin Kovcalija, Fiona Idel) nach Palma de Mallorca. Dafür teilten wir uns in zwei Gruppen auf: Eine Gruppe startete von Frankfurt, die andere von Stuttgart aus. Auch bei denWohngemeinschaften gibt es eine Aufteilung wir leben in einer 6er-WG und einer 3er-WG. Das Ankommen verlief insgesamt gut. Der Flug war zwar etwas spannend, aber alle kamen heil an. Die Vorfreude auf die kommende Zeit war groß, und in den ersten Tagen erkundeten wir Palma erst einmal in Ruhe und lebten uns langsam ein.
Bereits am Freitag gingen wir jeweils zu zweit zu unseren Praxisstellen. Insgesamt gibt es drei Krippen, eine Grundschule und eine Kita. Dort stellten wir uns vor, sammelten erste Eindrücke und lernten die Einrichtungen kennen. Anschließend waren wir einkaufen und genossenunseren ersten Besuch am Strand. Seitdem gehören tägliche Spaziergänge am Meer fest zu unserem Alltag selbst bei schlechterem Wetter verbringen wir gerne Zeit draußen in Palma. Am darauffolgenden Wochenende war ein Teil der Gruppe in Valldemossa, schaute sich die Stadt an und trank gemütlich einen Kaffee. Der Tag nahm dann allerdings ein unerwartetes Ende: Auf dem Rückweg blieb der Aufzug stecken. Mit Hilfe von Google Übersetzer mussten wir dem Service Center erklären, dass drei von uns im Aufzug festsaßen. Zum Glück konnten wir nach etwa einer halben Stunde wieder befreit werden, mussten den Schreck danach aber erstmal verarbeiten. Mit dem Start in die Arbeitswelt wurden schnell Unterschiede zwischen deutschen und spanischen Kitas deutlich. Besonders beim Thema Nähe und Distanz gibt es klare Unterschiede: Während in Deutschland sehr auf professionelle Distanz geachtet wird, sind die spanischen Fachkräfte deutlichkörpernäher: Kinder werden fest geknuddelt und auf die Wange geküsst. Daran mussten wir uns zunächst gewöhnen. Gleichzeitig konnten wir viele neue Konzepte in Schule und Krippe kennenlernen sowie vielfältiges Material, das uns neue pädagogische Impulse gegeben hat.
Ein besonderes Highlight war das Fest „Sant Antoni“. Dieses wurde nicht nur in der Stadt, sondern auch in der Schule gemeinsam mit den Kindern gefeiert. Wir durften das traditionelle Essen probieren und den typischen Festtanz kennenlernen. Am 16.01. fand zudem die „Revetla de Sant Antoni“ statt, bei der in der Stadt an großen Lagerfeuern gegrillt, getanzt und gefeiert wurde. Die laute Musik war schon von weitem zu hören, und viele Menschen waren traditionell als Dämonen verkleidet. Dieses Fest gilt als Vorgeschmack auf „Sant Antoni am 17.01., den wir ebenfalls miterleben konnten. So hatten wir die Möglichkeit, Mallorca auch von seiner kulturellen Seite kennenzulernen.
Zwischendurch wurden wir leider alle krank und lagen einige Tage flach. Trotzdem unterstützten wir uns gegenseitig, zum Beispiel durch Apothekengänge oder kleine Erledigungen füreinander. Natürlich durfte auch das Essen nicht zu kurz kommen. Jede WG hat das für sich organisiert. In der 6er-WG planen wir sonntags gemeinsam, wer an welchem Tag kocht, und die jeweilige Person ist dann für das Abendessen verantwortlich. Das funktioniert gut und strukturiert unseren Alltag. Als es uns wieder besser ging, besuchten wir weitere Sehenswürdigkeiten und fuhren ans Meer, wo wir schöne Buchten und steinerne Höhlen entdeckten. Diese schauten wir uns genau an und stellten dabei sogar unsere Kletterkünste unter Beweis.
Insgesamt haben wir uns inzwischen sehr gut eingelebt, fühlen uns wohl und genießen unseren Alltag hier.
Wir freuen uns sehr auf die weitere Zeit auf Mallorca und auf all die Erfahrungen, die noch vor uns liegen.





