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Gedichteprojekt der Hilde-Domin-Schule unter den Preisträgern der Ulli-Thiel-Stiftung

Am 26.06.2026 wurden im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart die Gewinner des Ulli-Thiel-Preises ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Bischof Dr. Klaus Krämer von der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Der Wettbewerb unter dem Motto „Frieden schaffen ohne Waffen“ wurde im Schuljahr 2025/26 zum siebten Mal ausgeschrieben. Er richtet sich an Einzelpersonen, Klassen, Arbeitsgruppen und Schulen in allen Alters- und Klassenstufen. Mehr als 60 Wettbewerbsbeiträge wurden eingereicht.

Der Namensgeber Ulli Thiel (1943 – 2014) war Sonderschullehrer in Karlsruhe. Er engagierte sich auch in der landeskirchlichen Friedensarbeit, war in der Friedensbewegung aktiv und schuf das bekannte Motto „Frieden schaffen ohne Waffen“. Thiel war auch Ideengeber der Menschenkette von Stuttgart nach Neu-Ulm 1983, der größten Aktion der Friedensbewegung in Deutschland mit 400.000 Menschen.

Die Jury entschied sich in diesem Jahr einen Ersten Preis zu vergeben. Alle anderen 13 Preisträger*innen erhielten gleichwertige Geldpreise, da es der Jury schwer fiel, bei den originellen, kreativen und aufwändigen Arbeiten sinnvolle Abstufungen zu machen. Die Hilde-Domin-Schule Herrenberg reichte eine Gedichtemappe – entstanden im diesjährigen Gedichte-Projekt „Bewegt-Einzigartig-Jugendlich“ ein und war stolz, dass sie unter den Preisträgern dabei sein durften.

Das Gedichte-Projekt mit Jugendlichen aus dem AVdual und den VABO-Klassen wurde dieses Jahr unter das Motto „Frieden schaffen ohne Waffen“ gestellt. Leider ist dieses Thema aktueller denn je. Viele Schüler*innen aus diesen Klassen bringen eigene Erfahrungen mit. Oft mussten sie ihre Heimat verlassen, da dort Krieg und Gewalt herrscht. Unterstützt wurden die Jugendlichen in Workshops durch den Horber Dichter Walle Sayer. Die so entstandenen Gedichte wurden auf transparentes Papier gedruckt und dann auf die Silhouette des jeweiligen Autors*in gelegt. Versehen mit einer kurzen Biographie jedes Autors*in wurden so acht Gedichte in einer Ledermappe eingereicht.

Das Organisationsteam, Sibylle Schorpp, Nadja Großmann und Christine Kegreiß sowie Walle Sayer und die beiden Schüler Nematullah Rajabi und Fabiano Kolaj (beide AVdual2) nahmen an der Preisverleihung am 26.06.2026 in Stuttgart teil. Nematullah und Fabiano stellten ihre Gedichte vor und gaben einen kurzen Einblick in die Entstehung und die Bedeutung ihrer Gedichte. Sie wurden mit großem Applaus belohnt und es war beeindruckend für alle, insbesondere für die beideSchüler, zu sehen, wie ihre Gedichte die Menschen berührten.

Das Organisationsteam freut sich sehr über diese Auszeichnung und den Geldpreis in Höhe von 150 € und möchte sich an dieser Stelle sehr herzlich bei der Ulli-Thiel-Stiftung und allen, die dieses wertvolle Projekt begleiten, bedanken.

Nematullahs Wunsch für die Welt ist, dass bald alle Waffen schweigen und die Menschen dann überall den Frieden spüren können. Fabianos Wunsch ist, dass sich die Menschen immer wieder die Hände schütteln können, denn da beginnt Frieden. Und wir alle hoffen, dass ihre Wünsche in Erfüllung gehen werden.

Gruppenfoto in einem hellen Foyer: Dichter Walle Sayer, Schulsozialarbeiterin Nadja Großmann, zwei Lehrerinnen und zwei Schüler stehen lächelnd vor großen Glasfronten; im Hintergrund Fußgängerzone mit Bäumen.

Nematullah Rajabi und Fabiano Kolaj aus dem AVdual 2, ansonsten Sibylle Schorpp, Christine Kegreiß, Nadja Großmann und Walle Sayer (v.r.n.l.)

Ausstellung im Foyer: Auf einem Tisch liegt ein geöffnetes Gedicht‑Buch mit Silhouettenporträt; daneben stehen zwei Personen. Im Hintergrund Treppe, sitzende Kinder und helles Tageslicht.
Preisverleihung im Veranstaltungssaal: Publikum sitzt vor Bühne; auf der Leinwand sind Gedichte mit Silhouetten zu sehen. Eine Moderatorin überreicht Lehrerin Sibylle Schorpp und den beiden Schülern Urkunden; Rednerpult rechts.

Preisverleihung an Lehrerin Sibylle Schorpp und die beiden Schüler

Preisvergabe: Organisatorin, Lehrerin Sibylle Schorpp und die beiden Schüler halten Urkunden, flankiert von zwei Erwachsenen; kleines Publikum mit Kindern sitzt davor; moderne Wandskulptur im hellen Saal mit Parkettboden.

Preisverleihung an Lehrerin Sibylle Schorpp und die beiden Schüler