Schulentwicklungsprozess - eine diskriminierungssensible und -kritische Schule
Seit 2026 hat dieser Prozess einen neuen Rahmen und neuen Schub: Die Hilde-Domin-Schule ist innolabBS-Projektschule 2026–2029. Im Innovationslabor Berufliche Schulen des Kultusministeriums Baden-Württemberg entwickeln wir unser Projektvorhaben einer diskriminierungssensiblen und -kritischen Schulentwicklung systematisch weiter – vernetzt mit weiteren beruflichen Projektschulen im ganzen Land.
Qualifizierung und Strukturen
In diesem Prozess qualifiziert sich das Kollegium kontinuierlich weiter. So wurden bereits in den Schuljahren Jahr 2022/23 und 2023/24 die Pädagogischen Tage unter diesen Themenkomplex gestellt. Dabei wird die Schule unter anderem von adis e.V. als Träger der professionellen Antidiskriminierungsarbeit in der Region Reutlingen/Tübingen und Fachstelle zum Thema Diskriminierung in Baden-Württemberg unterstützt. Die Schulsozialarbeit der Hilde-Domin-Schule hat in diesem Rahmen das Weiterbildungsformat „Quo Vadis? Veränderungen anstoßen – Diskriminierung im Schulalltag angehen – Schulsozialarbeit*innen als ‚Change Agents‘“ besucht.
Darüber hinaus werden Abläufe und Prozessstrukturen im Kontext von Prävention und Intervention bei Diskriminierungsvorfällen in der Schule reflektiert und weiterentwickelt.
Im Aufbau: die schulinterne Anlaufstelle Antidiskriminierung
Ein zentraler Baustein des innolabBS-Projekts ist der Aufbau einer schulinternen Anlaufstelle Antidiskriminierung. Sie soll Schüler*innen, die Diskriminierung erleben, einen niederschwelligen und vertraulichen Ort bieten: einen Raum des Zuhörens, in dem Betroffene ernst genommen werden und selbst entscheiden, welche weiteren Schritte sie gehen möchten. Ein Team geschulter Lehrkräfte und die Schulsozialarbeit beraten, begleiten und vermitteln – auf Wunsch der Betroffenen auch in Gesprächen mit anderen Beteiligten. Ergänzend verweist die Schule auf externe Beratungsangebote wie die parteiliche Antidiskriminierungsberatung von adis e.V. oder die Antidiskriminierungsstelle im Landkreis Böblingen.
Lernen und Begegnung: Angebote für Schüler*innen
Doch insbesondere die Schüler*innen sollen erfahren können, dass die Schule – als Ort, an dem auch immer wieder Diskriminierungen geschehen – das Thema ernst nimmt, dass sich im Unterricht mit dem Themenkomplex auseinandergesetzt wird und gemeinsames Lernen aller Beteiligten stattfinden kann. Dazu gehören:
- Themenwochen Antidiskriminierung: Nach den erfolgreichen Themenwochen 2024 und 2025 finden diese inzwischen regelmäßig statt – die dritten Themenwochen sind für Februar/März 2027 geplant. Jeweils über 20 Veranstaltungen mit externen Referent*innen zu verschiedenen Diskriminierungskategorien stehen den Schülerinnen zur Wahl, ergänzt durch große schulweite Veranstaltungen. Besondere Highlights waren bisher die Begegnungen mit Mo Asumang, die eine Schulfassung ihres Dokumentarfilms „Die Arier" zeigte, und mit dem Autor und Pädagogen Burak Yılmaz.
- Workshopformate für neue Klassen: Damit alle Schüler*innen von Beginn an mit dem Selbstverständnis unserer Schule vertraut werden, entwickeln wir Workshopformate zum Themengebiet Antidiskriminierung für neu startende Klassen. So wird die Auseinandersetzung mit Diskriminierung, respektvollem Umgang und Zivilcourage fester Bestandteil des Ankommens an der Hilde-Domin-Schule.
- Exkursionen und Begegnungen: Auch weiterhin gehören vielfältige Exkursionen und Veranstaltungsbesuche zum Programm, wie beispielsweise ein Zeitzeuginnengespräch mit Eva Erben, eine Lesung mit Arye Shalicar oder ein Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau.
Doch insbesondere die Schüler*innen sollen erfahren können, dass die Schule – als Ort, an dem auch immer wieder Diskriminierungen geschehen – das Thema ernst nimmt, dass sich im Unterricht mit dem Themenkomplex auseinandergesetzt wird und gemeinsames Lernen aller Beteiligten stattfinden kann.
Für mehr Einblicke empfiehlt es sich, durch die verlinkten Artikel zu stöbern:
Themenwochen Antidiskriminierung im April 2024
Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Dachau im Dezember 2023
Lesung mit Ayre Shalicar im März 2023
Pädagogischer Tag zu Verschwörungstheorien und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
Zeitzeugengespräch mit Eva Erben zum Holocaustgedenktag am 27.01.2023



